Wie weiter nach Nein? Kruit sieht Lead bei Kunstmuseum und Kanton

Bern,
Die Berner Stadtpräsidentin Marieke Kruit (SP) hat sich am Tag nach dem Nein zum Projektierungskredit für die Kunstmuseumssanierung enttäuscht gezeigt. Zu neuen, konkreten Vorschlägen will sie sich noch nicht äussern. Dafür sei es zu früh.

«Das Kunstmuseum ist wichtig für den gesamten Kanton, aber auch für die Stadt Bern», schreibt Kruit auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Sie bedauere das Nein an der Urne sehr. Vor neuen Gesprächen zwischen den Beteiligten müsse nun das Resultat analysiert werden.
Es brauche eine tragfähige Lösung, denn «der Sanierungsbedarf des Kunstmuseums ist ja nicht bestritten», schreibt Kruit weiter.
Zum Vorschlag aus den Reihen des Referendumskomitees, dass sich die Stadt wie beim Historischen Museum auch beim Kunstmuseum an den Sanierungskosten beteiligen solle, schreibt Kruit: «In der Kulturförderung gibt es eine festgelegte Aufgabenteilung zwischen Kanton und Stadt. Die Stadt Bern investiert jährlich rund 35 Millionen, bald voraussichtlich rund 40 Millionen in die Kulturförderung.» Davon würden auch viele Menschen profitieren, die nicht in der Stadt wohnten.
Der Lead sei nun bei der Stiftung Kunstmuseum und beim Kanton. «Die Stadt wird als Standortgemeinde weiterhin als konstruktive Partnerin zur Verfügung stehen.»

Das Nein an der Urne vom Sonntag betrifft auch die Hodlerstrasse. Die Stadt möchte die Achse vor dem Kunstmuseum gerne aufwerten. Dieses Vorhaben hänge eng mit der Sanierung des Museums zusammen, so Kruit.
Die Frage nach den Auswirkungen auf die Hodlerstrasse lasse sich erst beantworten, wenn klar sei, wie es mit dem Kunstmuseum weitergehe.
Das Stimmvolk hatte am Sonntag in einer Referendumsabstimmung den Projektierungskredit für die Kunstmuseumssanierung mit 51,8 Prozent abgelehnt. Damit hat die Suche nach einer breit abgestützten Lösung von vorne begonnen.





